Notheizung bei Gefahrgut-Havarie: 1,5 MW Leistung gegen Waggon-Vereisung

Miet Heizcontainer beim aufheizen von Gastanks nach Zugunglück in Gifhorn.
HEAT • Einsatzbericht & Katastrophenschutz

Bei schweren Gefahrgut-Havarien auf Schienenstrecken entscheidet zuverlässige Spezialtechnik über den Einsatzerfolg. Nach einer schweren Kollision von zwei Güterzügen auf der Bahnstrecke Hannover–Berlin vereisten verunfallte Propangas-Kesselwagen massiv. Aus diesem Grund forderte die Einsatzleitung der Werkfeuerwehr BASF eine mobile Großheizzentrale an, um einen Heizcontainer zu mieten in Gifhorn. Mit einer Leistung von 1.500 kW (1,5 MW) tauten wir die Ventile der Waggons sicher ab. Folglich konnten die Spezialkräfte das hochentzündliche Flüssiggas kontrolliert abpumpen und die Havariestelle gefahrlos räumen.


📋 Projektdaten im Überblick

  • Kunde & Einsatzort: Werkfeuerwehr BASF & Katastrophenschutz bei Leiferde (Landkreis Gifhorn).
  • Herausforderung: Akute Vereisung von Sicherheitsarmaturen an verunglückten Propangas-Kesselwagen.
  • Leistung: Ein 1.500 kW (1,5 MW) mobiler Heizcontainer im 40-Fuß-Format.
  • Technik: Warmwasser-Großeinspeisung mit witterungsgeführter Vorlauftemperatur.
  • Logistik: Express-Bereitstellung mit Spezialtransport direkt an die unwegsame Bahntrasse.

1. Die Herausforderung: Extreme Vereisung nach schwerer Zugkollision

Im November kollidierten zwei Güterzüge bei Leiferde im Landkreis Gifhorn mit hoher Geschwindigkeit. Mehrere mit hochentzündlichem Propangas gefüllte Kesselwagen entgleisten und kippten im Gleisbett um. Durch die Druckentlastung und die kalte Witterung vereisten die Entleerungsventile und Sicherheitsarmaturen der Kesselwagen schlagartig.

Deshalb war ein direktes Umpumpen des gefährlichen Flüssiggases unmöglich. Zudem verhinderte die dicke Eisschicht jede mechanische Bewegung der Armaturen. Aus Sicherheitsgründen durften die Rettungskräfte keine offenen Flammen oder punktuelle Hitzequellen einsetzen. Folglich benötigte der Krisenstab sofort eine geregelte, großvolumige Heißwasserquelle direkt an den Gleisen.

2. Die Lösung: 1,5 MW Heizcontainer mieten in Gifhorn für die Werkfeuerwehr

Unser Notdienstteam mobilisierte unmittelbar nach der Alarmierung eine mobile 1,5-MW-Heizzentrale. Der Schwerlast-Container lieferte genau die benötigten thermischen Parameter zur kontrollierten Erwärmung:

  • Sichere Wärmeübertragung: Über flexible Schlauchverbindungen speiste der Container heißes Wasser in die mobilen Wärmetauscher-Systeme der Feuerwehr ein.
  • Exakte Temperaturführung: Dadurch tauten die Spezialkräfte die vereisten Waggonventile schonend und ohne thermische Überlastung der Kesselwand ab.
  • Autarke Versorgung: Der integrierte Kraftstofftank stellte den ununterbrochenen Betrieb über Tage hinweg sicher, ohne den Einsatzstellenverkehr zu belasten.

1,5 MW mobiler Heizcontainer von energystation® im Gefahrgut-Einsatz beim Zugunglück Gifhorn.

3. Erfolgreiche Bergung und gefahrenlose Entladung

Dank der konstanten Wärmeleistung schmolz das Eis an allen Entnahmestutzen innerhalb kürzester Zeit vollständig ab. Daraufhin schlossen die Fachleute der BASF-Werkfeuerwehr ihre Umpump-Systeme erfolgreich an die Gaswaggons an.

Schließlich pumpten die Einsatzkräfte viele Tonnen Flüssiggas sicher in intakte Kesselwagen um. Dadurch bannte unser Heizeinsatz die akute Explosionsgefahr am Unfallort vollständig. Infolgedessen konnten die Bergungskräfte die Strecke zügig beräumen und reparieren.

4. Zuverlässige Großwärme für Industrie, Bau und Notfalleinsätze

Dieser anspruchsvolle Einsatz verdeutlicht unsere Kompetenz bei zeitkritischen Großeinsätzen. Erfahren Sie in unserem Leitfaden mehr über Heizanhänger vs. Heizcontainer im Systemvergleich. Zudem informiert unser Fachbeitrag über die optimale Dimensionierung von Anschlussschläuchen bei mobilen Heizzentralen.

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